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Werdegang
Fakten
Geboren am 28. Februar 1953 in Graz, Vater Arbeiter, Mutter Hausfrau, drei Geschwister (zwei Brüder, eine Schwester). Verheiratet in zweiter Ehe, 23-jährige Tochter aus erster Ehe. Aus erster Ehe der Gattin einen 20-jährigen Sohn.
Die sportliche Karriere:
75facher Nationalteamspieler 1967 - 1977. Eishockeyspieler in der Kampfmannschaft des ATSE Graz (Mittelstürmer), österreichischer Staatsmeister 1975, 1970 - 1977 Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft, Teilnahme an 7 Weltmeisterschaften und an den olympischen Spielen 1976 (Innsbruck). von 1995 - 2003 Jahren Präsident des ASKÖ-Landesverbandes mit 570 Mitgliedsvereinen in der Steiermark und bis 2005 Vizepräsident der ASKÖ-Bundesorganisation.
Die berufliche Karriere:
1972 - 1978 Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, 1978 Berufsanwärter in einem Grazer Steuerbüro, seit 1979 in der Merkur Versicherung AG. 1986 - 1989 Prokurist, 1989 bis März 2002 Vorstandsmitglied, zuständig für den Finanzbereich.
Die politische Karriere:
Seit 1995 kooptiertes Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Steiermark. Am 2. März 2002 zum SPÖ-Landesparteivorsitzenden und am 12. März zum Ersten Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark gewählt. Seit 25.10.2005 Landeshauptmann der Steiermark
Die Geschichte
"Von Kapfenberg nach Graz umgezogen sind unsere Eltern Franz und Eleonore mit den Kindern Werner und Lore im Jahr 1952". Der Vater fand Arbeit bei den Steyr-Daimler-Puch-Werken und war dort bald Betriebsrat als Mitglied der Kommunistischen Fraktion - ein Umstand, aus dem dem Vater und, in der Jugend von Franz, auch ihm allerhand Schwierigkeiten gemacht wurden.
1953 kam Franz Voves jun. in Graz zur Welt und wuchs auf in einer Familie, in der das aktuelle politische Geschehen als selbstverständlicher Teil des Lebens betrachtet wurde. "Dieses markante Umfeld vergisst man nie. In diesem Elternhaus mit einer solchen Kindheit und Jugend habe ich sehr viel an sozialem Denken und Fühlen mitbekommen, das ich nie vergessen werde."
Die Mutter brachte dazu noch Neigung und Freude am Musischen ein; der Vater war überdies an allem Sportlichen interessiert als aktiver Skispringer war er durchaus erfolgreich und gehörte zu den Schülern von "Bubi" Bradl, der österreichischen Skisprunglegende. 1959 war dann die Familie Voves nach der Geburt des jüngsten Sohnes Robert komplett; die Hauptbetätigung von Franz fand auf der Marienwiese statt beim Fußball. Nach der Übersiedlung in die Puch-Siedlung Graz-Liebenau konnte man "Pezi" vornehmlich am dortigen Sportplatz antreffen, wo sich sein sportliches Talent teilte: Er lernte, nachdem der Fußballplatz im Winter zum Eislaufplatz umfunktioniert wurde, auch Eislaufen. Auf "Schraubendampfern", versteht sich.
Der Fußballspieler Voves immerhin Mitglied der Schülermannschaft des SK Sturm wurde, gemeinsam mit Erich Timischl, als Eishockeyspieler entdeckt. "Mit 15 Jahren war er bereits Mitglied der Kampfmannschaft des ATSE Graz, trotz der damaligen großen Konkurrenz durch kanadische und tschechische Eishockeycracks. Er war ein Naturtalent in Bewegung, Schnelligkeit und Durchsetzungskraft; trotzdem (meistens) fair und absolut auf Teamwork ausgerichtet."
Mit dem ATSE Graz kam Voves 1975 zum österreichischen Meistertitel; er spielte 8-mal bei Eishockey-Weltmeisterschaften und fuhr mit dem österreichischen Nationalteam zur Olympiade. Die sportliche Begabung vom Vater, die musikalische von der Mutter: In der Mittelschule war Franz Voves Mitglied einer gar nicht so dilettantischen Kellerband. Er spielte die Rhythmus-Gitarre und brachte auch Gesang ein; Sologitarrist in dieser Gruppe war übrigens Thomas Spitzer, den man heute von der "Ersten Allgemeinen Verunsicherung" kennt.
In der Mittelschule hat er eine "Schleife" produziert (er musste eine Klasse wiederholen), was sicher auf das Konto der Spitzensport-Ausübung ging (Auswärtsspiele, Vorbereitungen, Kasernierungen), seine Hinwendung zum späteren Studium der Betriebswirtschaft fand ebenfalls in dieser bewegten Zeit statt, sein Mitspieler und Freund Max Moser interessierte ihn dafür.
In den Schulferien wurde als (lustiger) Hüttenwirt gearbeitet; später besserte er sein Geld fürs Studium als Ferialpraktikant am Moped-Fließband bei Steyr-Daimler-Puch auf. "Ich habe aus dieser Zeit im Mannschaftssport etwas Schönes und Wichtiges mitgenommen: Ich habe gelernt, zu verstehen, was es heißt, im Team zu arbeiten und aus dieser Erfahrung heraus bin ich ein sehr teamorientierter Mensch im Berufsleben geworden." 1978 schloss er sein Studium an der Universität Graz ab und trat nach einem Jahr als Steuerberatungsanwärter in die steirische Merkur-Versicherung ein.
In der Merkur-Versicherung, wo er ganz unten in der Buchhaltung angefangen und sich langsam über alle Abteilungen zum Finanzvorstand hinaufgearbeitet hatte, lernten ihn die meisten Kollegen bald schätzen. Seine Art, Probleme bis hin zur Wurzel zu analysieren und dabei auch vor Knochenarbeit nicht zurückzuscheuen; seine Zähigkeit, am einmal als richtig Erkannten festzuhalten und es durchzuziehen, hat ihm zwar nicht nur Freunde eingebracht dafür aber den Ruf hoher fachlicher Kompetenz.
13 Jahre war Franz Voves in dieser Position tätig, immerhin in einem großen Konzern mit ausländischen Tochtergesellschaften, rund 800 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von öS 9,55 Milliarden. "In diesen 23 Jahren konnte ich mir viel marktwirtschaftliches Know-how aneignen, das ich in meine neue Funktion einbringen kann. Ich möchte gerne jetzt einiges davon, was ich an Verständnis für weltweite Wirtschaftszusammenhänge gelernt habe, dorthin zurückgeben, woher ich gekommen bin."
1994 berief man Franz Voves zum ehrenamtlichen Präsidenten des ASKÖ-Steiermark mit 570 Vereinen und rund 100.000 Mitgliedern eine Tätigkeit, die von vielen Kontakten mit Vereinsmitgliedern, Stadträten und Bürgermeistern begleitet wurde und die ihm einen wertvollen Einblick in die wirklichen Anliegen der Menschen und der Regionen vermittelte. In all diesen Jahren pflegte Franz Voves seine Liebe zur Natur, zu den steirischen Bergen, bevorzugt Hochschwab und Gleinalpe; privat erlebte er eine erste Ehe, aus der die jetzt 23-jährige Tochter Bettina hervorging, mit der er bis heute liebevollen Umgang pflegt. Seine nunmehrige Frau Ingrid heiratete er vor 2 Jahren. Sie ist die Stütze, die er braucht und ist, zusammen mit der Mutter, den Geschwistern (Lore, vor allem!), Rückhalt und Wegweiser in einem neuen, herausfordernd-schwierigen Lebensabschnitt. Franz Voves lebt heute in der Gemeinde Vasoldsberg, gemeinsam mit seiner Frau und ihrem Sohn Markus in einem mit viel Liebe geschaffenen Haus.
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