Wie arbeiten wir?

Die wichtigsten Arbeitswerkzeuge für die PsychologInnen sind Gespräch, Testverfahren und Verhaltensbeobachtung. Dabei bilden alle drei Bausteine gemeinsam die Grundlagen für Diagnose und Behandlung.

Es erwartet das Kind bei der diagnostischen Abklärung keine stresserzeugende Testprozedur, sondern neben eines Gespräches kindgemäße Arbeitsaufgaben in spielerischer Form.

Das Gespräch
Im Rahmen des Erstgespräches haben Betroffene die Möglichkeit, ihre Fragen und Probleme genau darzustellen. Wichtig für die Art dieses Gespräches ist eine offene, nichtwertende Atmosphäre ohne Zeitdruck. Es erlaubt, Befürchtungen, Vorstellungen und Gedanken auszusprechen ohne die Angst haben zu müssen, dafür belächelt oder gescholten zu werden. Ein Gespräch in diesem Sinne kann als persönliche Aussprache und Begegnung angesehen werden, wobei Vertraulichkeit den obersten Stellenwert hat.

Weitere Beratungsgespräche haben das Ziel, psychodiagnostische Einsichten den Ratsuchenden näher zu bringen und gegebenenfalls Veränderungen und Behandlungsmöglichkeiten zu erörtern.

Psychologische Testverfahren
Testverfahren erwecken nicht immer Vertrauen beim Ratsuchenden. Für die PsychologInnnen bedeuten Tests aber eine wichtige Hilfestellung, da psychisches Erleben meist nur über solche Mittel sichtbar wird.

Die am meisten verwendeten Testverfahren sind:

  • Intelligenztests: Dienen zum Aufspüren von Begabungsschwerpunkten und der allgemeinen Leistungsfähigkeit. Sie beinhalten meist Denkaufgaben, die altersentsprechend bewertet werden.
  • Persönlichkeitstests: Sie versuchen, die Persönlichkeit eines Menschen besser verstehen zu lernen und eventuell vorhandene Ängste oder speziell vorhandene Erlebniszustände aufzuzeigen. Dieses Tests werden entweder in Form von Fragebögen oder projektiven Aufgabenstellungen (z.B. Geschichten zu Bildern schreiben) vorgegeben.
  • Spezielle Fähigkeits- und Interessenstests: Dazu gehören z.B. Tests, die die Abklärung spezieller beruflicher oder schulischer Interessen zum Inhalt haben (z.B. Konzentrationstests).
  • Schulleistungstests: Diese haben das Ziel, den Leistungsstand im schulischen Bereich zu erheben oder auch spezielle Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben aufzuzeigen.

Allen Tests ist aber eines gemeinsam: Sie gewinnen an Zuverlässigkeit, wenn sie nicht allein, sondern mit den anderen Diagnoseinstrumenten die Basis für eine Beratung bilden.

Verhaltensbeobachtung

Das älteste Handwerkszeug der PsychologInnen kann gleichzeitig auch das ergiebigste sein. Sehr oft drückt der Körper durch sein Verhalten mehr aus („nonverbale Kommunikation“), als jedes Gespräch an Informationen bringen kann.

Bei der Verhaltensbeobachtung wird sehr oft deutlich sichtbar, dass ein und dasselbe Verhalten von den verschiedensten Personen anders gesehen wird. Immer wieder erweist es sich als zweckmäßig, z.B. Schüler auch während des Unterrichts zu beobachten oder auch beide Eltern im Umgang mit ihren Kindern.